Scolopendromorpha

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Die Ordnung Scolopendromorpha wurde zum ersten Mal 1815 von Leach beschrieben und besteht aus drei Familien.

[bearbeiten] Taxonomie

Dabei finden im Hobby die meiste Verbreitung Tiere aus der Familie der Scolopendridae.

[bearbeiten] Aussehen und Anatomie

Scolopendromporpha haben einen schlanken bis mäßig gedrungenen Körper, der optisch und anatomisch zwischen Steinläufern (Lithobiomopha – kurz und gedrungen) und Erdläufern (Geophilomorpha – lang und dünn) liegt. Die kleinste Arten sind ca. 10mm lang, derweil die größten Arten bis zu 300mm erreichen (Scolopendra gigantea). Die Färbung reicht von gedeckt einfarbig bis zu auffälligen Streifen-Mustern und Farben; dabei ist es nicht selten, dass Kopf, letztes Körperglied und/oder Beine eine andere Farbe als das restliche Tier haben. Die Anzahl Körpersegmente und der Beine ist entweder 21 oder 23. Der Kopf trägt zwei Antennen und ist zwischen ihnen leicht eingekerbt. Seitlich hinter den Antennen liegen, wenn vorhanden, die vier Ocellen, einfache Punktaugen. Die Antennen sind kurz bis mittellang; die kürzesten überragen kaum den Hinterrand des Kopfes, die längsten reichen bis zum 7. Tergit (Rückenplatte). Meinst bestehen die Antennen aus 17 und mehr Perlschnurgliedern und sind teilweise behaart. Die Mundwerkzeuge sind bei allen Arten in den Mandibeln (Kieferwerkzeugen) und ersten Maxillen gleichgebaut, derweil die zweiten Maxillen und das Labrum Unterschiede bei den verschiedenen Arten aufweist. Die Körpersegmente bestehen aus Tergit, Sternit (bauchseitige Platte) und Pleurit (Seitenteile). Die Tergite haben meist zwei paralelle Längsfurchen, die auch als “paramediane Längsfurchen” bekannt sind. Selbiges gilt bei Scolopendridiae auch für die Sternite. Des Weiteren findet man auf den Tergiten auch oft "Berandungen". Die seitliche Abgrenzung der Körpersegmente zwischen Tergit und Sternit sind die Pleuren. In ihnen befinden sich die Beinwurzeln und die Stigmen (Atemöffnungen). Die Beine bestehen aus der Coxa (Hüfte, 1. Beinglied) und dem Telepodit. Dabei werden die Lauf-Beine separat von den Schleppläufen gesehen, weil letzte stark in der Anatomie differieren. Das Telepodit besteht aus Trochanter (2. Beinglied), Prafemur (3. Beinglied), Femur (4. Beinglied), Tibia (5. Beinglied), ein oder zweigliedrigem Tarsus (Kralle) und dem abschließendem Prätarsus (Endkralle, 7. Beinglied). Der Prätarsus hat meist ein oder zwei Nebenkrallen, die "Klauensporne" genannt werden. Das letzte beintragende Segment hat hat keine Pleuren, hier treffen Tergit und Sternit direkt aufeinander. Die daraus resultierende Verwachsung nennt man Coxopleuren. Bei vielen Arten ziehen sich die Coxopleuren in einen Fortsatz aus, den man Coxopleurenfortsatz nennt und der oftmals ebenfalls bedornt ist. Bestimmte beintragenden Segmente tragen in den Pleuren sogenannte Stigmen, die äußeren Öffnunen des Atemapparats. Diese finden sich an den Segmenten 3, 5, (7,) 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, (22). Dabei ist das Stigma am 7. Segment nicht bei allen Gattungen zu finden und das Stigma am 22. Körperglied haben natürlich nur Gattungen mit 23 Beinpaaren. Das Stigma selbst ist entweder rund der oval, im letzten Falle ist die Längstachse des Stigmas leicht gekippt zur Körperlängstachse. Die Genitalien liegen meist an der Ventralseite des letzten Beinglieds und sind in einer Tasche versenkt, werden aber bei Bedarf ausgestülpt.

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