Terrarien

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Da Skolopender richtige Ausbruchskünstler sind, sollte man bei der Wahl des Terrariums äußerste Achtsamkeit haben. Kleine Tiere können schon durch die schmalsten Belüftungs-Schlitze in einem Becken entkommen und sollten deswegen bis zu einer bestimmten Größe vorsichtshalber in Heimchendosen gehalten werden.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Terrarien-Art

Im Endeffekt ist es eine Streitfrage, ob man ein Schiebetür-, Falltür-, oder ein von oben zu öffnendes Terrarium für eine Skolopender wählt. Bei seitlich zu öffnenden Becken sollte man ganz genau auf die Spalte zwischen den beiden Türen achten, weil ein Skolopender sich selbst durch die kleinsten Ritzen zu zwängen versuchen. Ein Terrarienschloss, damit das Tier die Türen nicht eigenständig öffnen kann ist daher ratsam. Generell sollte man auf Spalte bei allen Terrarien-Arten achten! Bei einem Falltürterrarium gibt es nicht die Sorge um das eigenständige Öffnen der Türe. Wobei bei diesem Behältern immer noch die Gefahr besteht, dass das Tier bei Arbeiten im Becken schnell durch die geöffnete Türe entkommen kann. Im Hobby haben sich Skolopender-Spezialbecken bewährt, die einen Schiebedeckel haben, der von oben zu öffnen ist. Wenn man diese Art bes Beckens wirklich ohne Spalte baut, kann der Skolopender nicht ausbrechen und man kann relativ einfach und beruhigt Arbeiten im Becken erledigen, ohne, dass man Angst haben muss, dass das Tier abhaut - fehlende Klettermöglichkeiten vorausgesetzt!

Bauanleitungen gibt es im Forum von

Für die Aufzucht von Pedelingen eignen sich am Anfang am besten Heimchendosen. Ab einer bestimmten Größe kann man auch Plastik-Gefäße umbauen und die sehr beliebten BraPlast-Dosen, die man häufig auf Börsen bekommt, mit kleinen (!) Luftlöchern versehen.

[bearbeiten] Terrarien-Größe

Die Mindestgröße eines Terrariums für Skolopender sollte

  • Länge = 2 x Körperlänge des Skolopenders
  • Breite = 1 x Körperlänge des Skolopenders
  • Höhe = 1x Körperlänge des Skolopenders + Substrathöhe

Bei kleineren (Jung-)Tieren kann man auch runde Plastikdosen als Terrarien verwenden, deren Durchmesser ungefähr 2x der Körperlänge des Tieres entsprechen sollte. Die Höhe wird analog wie bei anderen Terrarien errechnet.

Skolopender können sich bis zu 2/3 ihrer Körpergröße aufrichten. Da diese Tiere extrem gute Ausbruchskünstler sind, sollte man ihnen relativ wenig gelegenheit bieten, an den oberen Teil des Terrariums nach Ausbruchsmöglichkeiten zu suchen. Deswegen gilt bei der Berechnung der Terrarienhöhe mindestens 1x die Körperlänge des Skolopenders zuzüglich Substrathöhe. Außerdem garantiert es etwas weniger Stress bei Arbeiten im Terrarium, wenn man keine Angst haben muss, dass das Tier einfach mal so aus dem Becken klettert, ohne große Mühe!

[bearbeiten] Parameter im Terrarium

Die Werte für Temperatur, Luft- und Bodenfeuchtigkeit sollten dem Herkunftsland des Skolopenders angepasst werden. Da Hundertfüßer in verschiedenen Regionen der Welt leben, kann man höchstens generalisierte Aussagen für Wüsten-Terrarien, (Sub)Tropen-Terrarien und Mediterran-Terrarien treffen, aber keine allgemeingültigen Werte für alle Arten nennen. Oftmals variieren die benötigten Parameter für eine bestimmte Art stark, so dass man in manchen Fällen nicht mal die allgemeinen Aussagen der Klimazone anwenden kann.

[bearbeiten] Bodengrund

Auch wenn Blumenerde in der Terraristik oft einen schlechten Ruf genießt, kann diese aus dem Baumarkt oder Walderde verwenden. Walderde neigt dazu, stark lehmhaltig zu sein und dementsprechend schlecht Feuchtigkeit zu speichern, bzw. wenn sie einmal ausgetrocknet ist, diese schlecht wieder aufzunehmen. Um den Bodengrund aufzulockern, empfiehlt sich eine Mischung aus Erde und etwas Sand. Prinzipiell sollte man aber auf eine gute Grabfähigkeit des Substrates achten, damit der Huntertfüßer sich auch unterirdische Gänge bauen und sich verstecken kann. Einige ost-europäische und wüstenbewohnenden Arten benötigen aber auf Grund der Feuchtigkeitsunverträglichkeit einen Bodengrund, der größtenteils aus Sand besteht.

[bearbeiten] Einrichtung im Terrarium

Neben reichlich Bodengrund müssen im Terrarium eigentlich nur genügend Versteckmöglichkeiten (Korkeichenrinde, halbierter Blumentopf, Stein, etc.) und ein Wassernapf vorhanden sein. Bepflanzung ist in erster Linie nur für den Halter wichtig, damit dieser was fürs Auge hat. Einige Skolopender klettern aber auch gerne (an dieser Stelle die Ausbruchsicherheit beachten!) und nehmen dazu Wurzelholz gerne an.


[bearbeiten] Weiteres